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Steuerfreie Fahrtkostenerstattungen

03.11.2017

Arbeitnehmern werden Fahrt- oder Reisekosten steuerfrei bis zur Werbekostengrenze erstattet. Das Finanzgericht des Saarlandes hat nun in einem Urteil klargestellt, dass schriftliche Unterlagen die Steuerfreiheit nachweisen müssen. Es reicht nicht, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber übereinstimmend bestätigen, dass Fahrtkosten unterhalb der gesetzlich zulässigen Pauschbeträge erstattet wurden.

Nach der Regelung des § 4 Abs. 2 Nr. 4 LStDV ist es zulässig, steuerfrei ausgezahlte Beträge im Lohnkonto in einer Summe auszuweisen. Doch das Gericht weist darauf hin, dass es sich aus den zu führenden Unterlagen zweifelsfrei ergeben muss, für welche konkrete Dienstreise und in welcher Höhe dem Arbeitnehmer jeweils Aufwendungen für Fahrt- und Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwendungen oder sonstige Nebenkosten erstattet wurden.

Für die Fahrtkostenerstattung ist die Wahl des Verkehrsmittels nicht relevant. Sogar für ein selbstgesteuertes Privatflugzeug können Fahrtkosten als Werbekosten abgezogen werden. Statt der tatsächlichen Aufwendungen kann aus Vereinfachungsgründen typisierend je nach Art des benutzten Verkehrsmittels auch ein pauschaler Kilometersatz für jeden gefahrenen Kilometer angesetzt werden. Allerdings können Aufwendungen, die die Lebensführung berühren (dazu zählt ein Privatflugzeug), steuerlich nicht berücksichtigt werden, soweit sie nach allgemeiner Verkehrsauffassung als unangemessen anzusehen sind.